Praxisleitfaden mit Arbeitsteil · für Künstler
Der vernetzte Künstler
Wie Sie im Kunstbetrieb Beziehungen aufbauen, ohne sich zu verkaufen. 17 Kapitel zum Lesen, 23 Seiten zum Ausfüllen.
Im Kunstbetrieb wird eine Arbeit meist über Menschen bekannt, die sie gesehen haben und anderen davon erzählen.
Über Ausstellungen, Vertretungen und Ankäufe entscheiden Menschen: Kolleginnen und Kollegen, Kuratorinnen und Kuratoren, Galerien, Sammlerinnen und Sammler und die Presse. Der Weg zu ihnen führt in den meisten Fällen über eine Beziehung, die über Jahre gewachsen ist.
Viele Künstlerinnen und Künstler scheuen das Wort Networking, weil es nach Anbiederung klingt. Das Buch nimmt diese Scheu ernst und beschreibt die Beziehungsarbeit als Handwerk, das sich lernen lässt. Im Arbeitsteil halten Sie fest, was davon für Ihre eigene Situation gilt, und stellen daraus Ihren Plan auf.
Was Sie mit dem Buch erarbeiten
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Sie lernen Networking als Beziehungsarbeit kennen, die zu Ihrer künstlerischen Arbeit gehört. |
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Sie üben, über Ihre Arbeit zu sprechen, ohne sich zu verbiegen oder zu rechtfertigen. |
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Sie erfahren, wie aus einer Begegnung auf einer Eröffnung ein Kontakt wird, den Sie pflegen können. |
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Sie sehen, in welcher Reihenfolge Galerien in der Regel erreichbar werden, und planen Ihre Anfragen danach. |
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Sie legen einen Rhythmus fest, der zu Ihrer Zeit und Ihrem Budget passt. |
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Sie kennen die Honorarempfehlungen, die wichtigsten Punkte im Galerievertrag und Ihre Rechte als Urheberin oder Urheber. |
Der Arbeitsteil: 23 Seiten zum Ausfüllen
Auf die 17 Kapitel folgt ab Seite 206 der Arbeitsteil, den Sie am Rechner ausfüllen oder ausdrucken können. Er besteht aus sieben Teilen:
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Lernziele, Kernfazite und Ihr nächster Schritt: für jedes der 17 Kapitel |
| B |
Werkzeuge: die Landkarte Ihrer fünf Kreise, die Kontaktliste des inneren Gartens und der Rhythmus-Rechner für Ihre Zeit |
| C |
Drei Selbsttests mit Auswertung: welche Hürde Sie hält, ob Ihr Netz zu ähnlich ist und ob Sie eher geben, nehmen oder tauschen |
| D |
Sieben Arbeitsblätter: die Nachricht in den Tagen danach, die kalte Nachricht, vor der Eröffnung oder Messe, der Atelierbesuch, der Studiobrief, die Pressemitteilung und drei Ideen in drei Größen |
| E |
Neun weitere Methoden: von ruhenden Kontakten über die Kritikgruppe bis zu Mentoring-Programmen, jede mit Begründung, Quelle und einem Feld zum Ausfüllen |
| F |
Zwei Landkarten: wie die fünf Kreise zusammenhängen und die Leiter der kleinen Schritte |
| G |
Ihr Netzwerk-Plan: eine Seite, auf der Sie festhalten, wen Sie ansprechen, wann und in welchem Rhythmus |
Das Modell: die fünf Kreise
Das Buch ordnet den Kunstbetrieb in fünf Kreise von Menschen, die meist nacheinander wichtig werden. Wer mit dem ersten und zweiten Kreis beginnt, findet über sie in der Regel leichter Zugang zum dritten.
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Kolleginnen und Kollegen: Feedback, Informationen und Empfehlungen |
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Kuratorinnen und Kuratoren, Vermittlerinnen und Vermittler: der Weg in die Öffentlichkeit, der oft bei Projekträumen und Kunstvereinen beginnt |
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Galerien: Vertretung und Markt, meist über Kreis 1 und 2 erreichbar und selten über eine unverlangte Bewerbung |
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Sammlerinnen und Sammler: Menschen, die Ihre Arbeit oft über viele Jahre begleiten |
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Presse und Öffentlichkeit: Sichtbarkeit, sobald es einen Anlass gibt |
Was Sie bekommen
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17 Kapitel, die aufeinander aufbauen: von der inneren Hürde über die Landkarte Ihres Netzwerks bis zum persönlichen Netzwerk-Plan. |
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17 Arbeitsaufgaben im Buch: nach jedem Kapitel eine Aufgabe, die Sie auf Ihre eigene Situation anwenden. |
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Der Arbeitsteil mit 23 Seiten ab Seite 206: Lernziele je Kapitel, Landkarte, Kontaktliste, Rhythmus-Rechner, drei Selbsttests, sieben Arbeitsblätter, neun weitere Methoden und Ihr Netzwerk-Plan. |
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Vorlagen und Checklisten: Follow-up-Nachricht, kalte Anfrage, Studiobrief sowie Checklisten für Eröffnung, Atelierbesuch und Bewerbung. |
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Ein Kapitel über Geld: Ausstellungshonorare für Deutschland, Österreich und die Schweiz, der Galerievertrag mit seinen Fallstricken, das Folgerecht und die Verwertungsgesellschaften. |
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Ein Kapitel über ungleiche Bedingungen: Herkunft, Geschlecht und später Einstieg, und was Sie ihnen entgegensetzen können. |
Honorare, die im Buch stehen
Der BBK Bundesverband empfiehlt für künstlerische Leistungen einen Stundensatz von 70 Euro netto. Das Berliner Modell nennt als Referenz mindestens 2.500 Euro für eine Einzelausstellung, und der österreichische Leitfaden für faire Bezahlung 2026 setzt 1.875 Euro an. Kapitel 17 nennt diese Sätze mit Quelle und zeigt, wie Sie sich in einer Verhandlung darauf berufen.
Dasselbe Kapitel erklärt die Verwertungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und die Voraussetzung dafür, dass Sie an gesetzlichen Vergütungen beteiligt werden.
Wer das geschrieben hat
Dr. Alexander Rácz ist Kunsthistoriker, Kurator und Künstlerberater. Er hat Kunstgeschichte in Erlangen und Zürich sowie am Max-Planck-Institut in Rom studiert, war eine Zeit lang Galerist und verantwortet als Kurator Ausstellungen am Weißen Schloss Heroldsberg.
In diesen Jahren sind viele Bewerbungen über seinen Schreibtisch gegangen. Er hat Portfolios durchgesehen, Ateliers besucht, selbst entschieden und miterlebt, wie andere entscheiden. Das Buch beschreibt den Kunstbetrieb aus dieser Erfahrung heraus.
Drei häufige Fragen
„Ich mag kein Networking.“
Das Buch beginnt bei diesem Widerwillen und nimmt ihn ernst. Es beschreibt die Beziehungsarbeit als aufrichtiges Interesse an anderen Menschen, das Sie nicht wie einen Auftritt einüben müssen.
„Ich habe wenig Zeit und wenig Geld.“
Dafür gibt es ein eigenes Kapitel, und der Rhythmus-Rechner im Arbeitsteil zeigt Ihnen, was in Ihre Woche passt. Vieles in der Beziehungsarbeit kostet wenig, etwa eine kurze Nachricht, ein Studiobrief im Quartal oder eine Eröffnung im Monat, die Sie ohnehin interessiert.
„Ich habe spät angefangen.“
Beziehungen lassen sich in jedem Alter knüpfen. Das Buch beschreibt die Vorliebe des Kunstbetriebs für junge Positionen als Marktkonvention und zeigt Wege, auf denen das Alter kaum eine Rolle spielt, etwa Kunstvereine, selbstorganisierte Projekte und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.
30 Tage Zufriedenheitsgarantie
Wenn das Buch Ihnen nicht weiterhilft, genügt innerhalb von 30 Tagen eine formlose E-Mail ohne Begründung, und Sie erhalten den vollen Kaufpreis zurück. Diese Zusage gebe ich freiwillig und zusätzlich zu Ihren gesetzlichen Rechten.
Was das Buch nicht verspricht
Das Buch verspricht Ihnen keine Ausstellung und keinen Verkauf. Es beschreibt Werkzeuge der Beziehungsarbeit und hilft Ihnen, einen Plan aufzustellen, den Sie in Ihrem eigenen Tempo umsetzen. Was daraus entsteht, hängt von Ihrer Arbeit, Ihrer Ausdauer und von vielen Umständen ab, die niemand vorhersagen kann.
Beziehungen im Kunstbetrieb lassen sich Schritt für Schritt aufbauen: Das Buch beschreibt diese Schritte, und im Arbeitsteil halten Sie Ihren eigenen Plan fest.
PDF · 229 Seiten · 17 Kapitel plus Arbeitsteil mit 23 Seiten ab Seite 206 · sofort nach dem Kauf verfügbar · lesbar auf Rechner, Tablet und Telefon, ausfüllbar in einem PDF-Programm
1. Auflage 2026 · ISBN 978-3-9828689-1-2 · Dr. Alexander Rácz, Nürnberg