KAPITEL 17: „Über die Verwandlung von Wasserstoff in Helium“.
In Christoph Maulbetsch: Wie alt ist die Welt? Friedrich Paneth (1887–1958) auf den Spuren der Materie. GNT Publishing, Berlin, 2026.
E-Book/PDF, 28 Seiten (Einzelkapitel), 87 Seiten Literatur und Bildquellen, 2 Tab., 36,00 €
ISBN 978-3-86225-590-0 (Einzelkapitel).
Der Inhalt des E-Books ist identisch mit dem Inhalt der Hardcover-Ausgabe.
Abstract:
Das Kapitel rekonstruiert Paneths und Kurt Peters’ Berliner Versuch von 1926, Helium bei Raumtemperatur aus Wasserstoff an Palladium zu erzeugen. Die spektakuläre Deutung erwies sich rasch als unhaltbar: Das nachgewiesene Helium war kein Produkt einer Kernfusion, sondern stammte aus Apparatur und Materialien, insbesondere aus Asbest und Glas.
Die Episode wird als wissenschaftshistorisch aufschlussreicher Fall experimenteller Fehlinterpretation gelesen. Anhand zeitgenössischer Kritik und Allan Franklins Kriterien guter Experimente zeigt das Kapitel methodische Schwächen, unzureichend ausgeschlossene Fehlerquellen, problematische Helium-Analytik und theoretische Einwände gegen eine Wasserstoff-Helium-Transmutation. Zugleich erscheint Paneths Projekt als Ausdruck seines Interesses an Transmutationen, seines Vertrauens in die Mikrogasanalyse und seines Wunsches, der Chemie eine fundamentale Rolle in der Materieforschung zu sichern.