738583Leitfaden Ernährung bei Long COVID und ME/CFS
Ernährung bei Long COVID & ME/CFS
Grundlagen, Sicherheitsgrenzen und Praxisvorgehen · Fachkreis-Leitfaden
Wie lässt sich Ernährung bei Long COVID und ME/CFS sinnvoll begleiten, wenn bereits Einkaufen, Kochen, Essen und Verdauen zur Belastung werden können?
Dieser praxisorientierte Leitfaden zeigt, was bei der Ernährungsversorgung von Menschen mit Long COVID und ME/CFS anders ist. Im Mittelpunkt stehen nicht möglichst umfangreiche Ernährungsumstellungen, sondern Versorgungssicherheit, Verträglichkeit und Umsetzbarkeit innerhalb der individuellen Belastungsgrenzen.
Der Leitfaden verbindet das notwendige Krankheitsverständnis mit konkreten Praxisfeldern – von PEM und Dysautonomie über POTS, Mastzellaktivierung und gastrointestinale Beschwerden bis hin zu Mikronährstoffen, Mangelernährung und der Versorgung schwer und sehr schwer Betroffener. Die Evidenz der einzelnen Maßnahmen wird dabei transparent eingeordnet.
Der Leitfaden enthält unter anderem:
- Grundlagen zu Long COVID, ME/CFS, PEM und Dysautonomie
- Energie-, Protein- und Flüssigkeitsbedarf
- POTS: Flüssigkeit, Salz und Mahlzeitengestaltung
- Blutzucker und Beschwerden nach dem Essen
- Mastzellaktivierung und histaminarme Ernährung
- Magen-Darm-Beschwerden, Motilität und Verträglichkeit
- Low-FODMAP, Gluten, Zöliakie und mikrobiomorientierte Maßnahmen
- Mikronährstoffe: Zufuhr, Diagnostik und Substitution
- PEM-gerechte Küche und Alltagsorganisation
- Ernährung bei schwer und sehr schwer Betroffenen
- Erkennen und Einordnen von Mangelernährung
- Gewichtszunahme, Ödeme und den Wunsch abzunehmen
- Risiken zu starker Ernährungseinschränkungen
- Einordnung von Fasten, ketogener und carnivorer Ernährung sowie verbreiteten Diätkonzepten
- PEM-sensible Gesprächsführung
- klare Aufgabenteilung zwischen ärztlicher Behandlung und Ernährungsberatung
Ein zentraler Grundsatz zieht sich durch den gesamten Leitfaden: Sichern kommt vor Optimieren. Nicht die Patient:innen müssen sich an einen idealen Ernährungsplan anpassen – die Ernährung muss zur verfügbaren Energie, zum Schweregrad und zur individuellen Verträglichkeit passen.
Der Leitfaden ist aus internistisch-kardiologischer Perspektive verfasst und ersetzt keine ernährungsmedizinische oder diätetische Fachqualifikation. Diätetische Umsetzung, individueller Kostaufbau und Nährwertberechnung bleiben Aufgabe entsprechend qualifizierter Fachpersonen.
Digitales Fachkreis-Dokument · PDF · 66 Seiten
Für Ärzt:innen und Ernährungsfachkräfte
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